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10. Februar 2022

Kastrationen gegen Tierleid

Unterstützen Sie das Kastrationsprojekt Rhein-Sieg

Es ist ein Leben, das von der ersten Minute an von Hunger, Krankheit und Schmerz geprägt ist: In den kommenden Wochen werden auch in Deutschland wieder hunderte von Katzenwelpen ins Leid hineingeboren. Flächendeckende Kastrationen von freilebenden Tieren und Hauskatzen sind das einzige Mittel, um die Streunerpopulation und das damit verbundene Tierleid im Zaum zu halten. Aus diesem Grund setzt sich der ETN seit einigen Jahren mit seinem Kastrationsprojekt Rhein-Sieg für die Tiere ein, für die sich sonst niemand zuständig fühlt.

Allein eine Katze kann in ihrem Leben 40 bis 60 Junge gebären, selbst wenn sie – wie es bei Streunern oftmals der Fall ist – nur fünf Jahre alt wird. Nach sechs Monaten sind auch die Kleinen geschlechtsreif und vermehren sich weiter – somit entsteht nach nur einem Katzenleben eine Population, die nicht mehr überschaubar ist. Selbst in Deutschland, einem Land in dem es vergleichsweise wenige Straßentiere gibt, leben schätzungsweise zwischen zwei und drei Millionen verwilderte Katzen. Im Rhein-Sieg-Kreis sind es rund 10.000 halterlose Tiere, die beispielsweise an Katzenschnupfen leiden, verwurmt und verfloht sind oder hungern, da ihre Mutter nicht genug Futter findet um sie zu versorgen.

Viele Katzenhalter*innen wissen um das Problem. Dennoch wird längst nicht jedes Haustier kastriert. Die Gründe sind schwer nachvollziehbar. Nicht selten führt der Weg unzähliger Samtpfoten ins Tierheim, die durch die aufgefundenen Wildkatzen im Frühjahr ohnehin bereits überlastet sind.

In vielen Gemeinden und Städten in Deutschland gilt bereits eine Katzenkastrationspflicht für Freigänger. Auch im Rhein-Sieg-Kreis, wo Hof Huppenhardt, die Hauptgeschäftsstelle des ETN, seinen Sitz hat, gilt seit Juli 2017 die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Halter*innen von Freigängerkatzen, die dieser Pflicht nicht nachkommen, droht eine Geldbuße von bis zu 1.000 Euro.

In der Region um Hof Huppenhardt finden regelmäßig Kastrationsaktionen statt. In Kooperationen mit anderen Katzenfreund*innen werden herrenlose Tiere gefangen, kastriert, gegebenenfalls medizinisch versorgt, gekennzeichnet und wieder in ihrem Revier ausgesetzt. Eine große Hilfe ist dabei das Katzenhaus inklusive Quarantänestation, welches wir vor rund zwei Jahren dank Spender*innen und Unterstützer*innen fertigstellen konnten. Anschließend sorgen wir dafür, dass sie dauerhaft mit Futter versorgt werden. So wollen wir nachhaltig das Leid der Streuner beenden.

Wollen Sie den Katzen helfen und die Kastrationsaktion des ETN unterstützen? Bitte kastrieren und registrieren Sie ihre eigenen Freigängerkatzen und weisen Sie Nachbar*innen und Freund*innen auf die Kastrationspflicht hin! Wenn Sie in Ihrer Region Streunerpopulationen entdecken, dann melden Sie sich bei uns. Wir stellen Fallen zur Verfügung und sorgen dafür, dass die freilebenden Tiere kastriert werden. Dabei sind wir auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen. Sie erreichen den ETN unter 02245 61900 oder per E-Mail an info(at)etn-ev.de.

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
Todtenmann 8 · 53804 Much
Tel +49 (0)2245 6190-0
Fax +49 (0)2245 6190-11
info@etn-ev.de

 

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