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10. Juni 2022

Tag des Gartens am 12. Juni

Kleine Helfer, große Wirkung

Jeden zweiten Sonntag im Juni feiern Naturbegeisterte in der ganzen Bundesrepublik den Tag des Gartens. Auch am Sonntag, den 12. Juni, wird die ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens in den Fokus gestellt. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. möchte zu diesem Anlass verdeutlichen, wie einfach es ist, den heimischen Garten ganz ohne chemische Giftkeulen vor Schädlingen zu schützen und sich gleichzeitig für den Schutz bedrohter Arten einzusetzen.

Egal ob Blattläuse, Schnecken oder Milben – Es gibt zahlreiche Insekten, die Gärtner*innen das Leben schwermachen. Doch zum Glück gibt es einige ganz natürliche Nützlinge, die Ihnen unter die Arme greifen. Blaumeisen, Spatzen, Rotkehlchen und Co. sind nicht nur schön anzusehen, sondern schnabulieren auch fleißig Insekten, die wir Menschen oft als störend empfinden. So verfüttern Meisen zum Beispiel pro Jahr 75 kg Insekten an ihre Brut. Auch die Blaumeise leistet im Garten einzigartige Arbeit: Bis zu 600-mal täglich versorgt sie ihren Nachwuchs mit einem Schnabel voll Insekten. Damit die beliebten Besucher sich in Ihrem Garten wohlfühlen ist es wichtig, ihnen genügend Brutmöglichkeiten und Nistplätze zu bieten.

Etwas seltener zu Gesicht bekommt man einen Nützling, der für sein piksendes Gewand bekannt ist: Der Igel. Zu den Leibspeisen des Säugers zählen Schnecken. Schafft man ihm also ein Zuhause, so ist das Gemüsebeet vor den schleimigen Kriechern sicher. Auch Spinnen und andere Insekten stehen auf seinem Speiseplan. Außerdem sorgt der Igel für Ordnung im Garten, indem er an liegengebliebenem Fallobst knabbert. Damit die stachelige Gartenpolizei sich bei Ihnen wohlfühlt, sollten Sie ihr mit Laubhaufen, Hecken und Holzstapeln eine Möglichkeit zum Überwintern bieten.

Der Marienkäfer gilt nicht nur als Glücksbringer, sondern ist darüber hinaus besonders nützlich im Kampf gegen Blattläuse. Ein Siebenpunkt-Marienkäfer frisst zwischen 100 und 150 Blattläuse pro Tag. Seine hungrigen Larven verspeisen in der Zeit bis zu ihrer Verpuppung nochmal je 400 bis 600. Die Nachkommen eines einzigen Marienkäfers können so während des Sommers rund 100.000 Läuse vertilgen. Besonders in der kalten Jahreszeit benötigt das Insekt menschliche Hilfe. In Laubhaufen, altem Holz, Hohlräumen oder auch Insektennistkästen, schafft es das Insekt durch den Winter. Im Frühjahr, wenn Blattläuse oft explosionsartig auftreten, wacht er mit einem Bärenhunger aus der Winterstarre auf.

Für Gärtner*innen, die natürliche Nützlinge anlocken möchten, gilt generell: Schaffen Sie das ganze Jahr über genügen Brut- und Nistplätze, indem sie ihren Garten möglichst unberührt lassen. Außerdem bieten Hecken und Sträucher unzähligen Tieren ein Zuhause. So schützen Sie nicht nur ihre Beete, sondern setzen sich gelichzeitig für bedrohte Arten ein.

 

 

 

Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
Todtenmann 8 · 53804 Much
Tel +49 (0)2245 6190-0
Fax +49 (0)2245 6190-11
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